Ein Kellerschacht, der voll läuft, ist der Albtraum jedes Hausbesitzers. Innerhalb weniger Minuten drückt das Wasser gegen die Kellertür – eine Barriere, die baulich meist nicht für hohen Wasserdruck ausgelegt ist. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Kellertür effektiv nachrüsten.
Warum die Kellertür die größte Schwachstelle ist
Kellertüren befinden sich meist am tiefsten Punkt des Hauses. Bei Starkregen fungieren Kellerschächte wie Trichter. Sobald der Abfluss die Wassermassen nicht mehr bewältigen kann, steigt der Wasserspiegel im Schacht rapide an.
Das Problem: Herkömmliche Kellertüren sind nur gegen Schlagregen abgedichtet. Einem stehenden Wasserstand von 30 cm oder mehr halten die Dichtungen und die Zarge nicht stand. Das Wasser dringt durch die Schlüssellöcher, den Türspalt oder wird unter der Tür hindurchgepresst.
2. Dammbalken-Systeme: Die Profilösung zum Nachrüsten
Unsere Aluminium-Dammbalken sind die effektivste Methode, um eine bestehende Kellertür hochwasserfest zu machen, ohne die gesamte Tür austauschen zu müssen.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Maßanfertigung: genau passend für Ihre Türlaibung – Der Hochwasserschutz verlässt vormontiert das Werk
- Schnelle Montage: Im Ernstfall sind die Balken in weniger als 2 Minuten in die Führungsschienen eingesetzt.
- Extreme Dichtigkeit: Hochwertige EPDM-Dichtungen komprimieren unter dem Eigengewicht der Balken und dem Druck des Wassers.
- Langlebigkeit: Rostfreies Aluminium, das Jahrzehnte hält.
3. Montagearten: In der Laibung vs. Auf der Wand
Je nach baulicher Situation an Ihrem Kellerabgang bieten wir zwei Montagesysteme an:
- Montage in der Laibung (U-Profile): Die Führungsschienen werden direkt in den Türrahmen oder das Mauerwerk geschraubt. Das System schließt bündig ab.
- Montage auf der Wand (H-Profile): Wenn in der Laibung kein Platz ist, werden die Schienen von außen auf die Fassade montiert.
4. Checkliste: So messen Sie Ihre Kellertür richtig aus
Breite: Messen Sie die lichte Weite der Türöffnung an drei Stellen (unten, mitte, oben). Das kleinste Maß zählt.
Schutzhöhe: Wie hoch stand das Wasser beim letzten Mal? Wir empfehlen eine Schutzhöhe von mindestens 20 cm über dem höchsten jemals gemessenen Pegel.
Untergrund: Ist die Bodenfläche eben? Für eine 100%ige Abdichtung muss die Bodenplatte glatt und rissfrei sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Hochwasserschutz Kellertür
Hält das System auch bei drückendem Grundwasser?
Unsere Dammbalken-Systeme sind primär gegen Oberflächenwasser von außen (Starkregen, Flut) konzipiert. Wenn Wasser durch die Bodenplatte oder das Fundament drückt (Grundwasser), sind zusätzliche bauliche Abdichtungen am Mauerwerk notwendig.
Kann ich die Dammbalken alleine aufbauen?
Ja. Die Aluminium-Profile sind leicht und handlich. Ein Standard-System für eine Kellertür lässt sich von einer Person in weniger als 2 Minuten ohne Werkzeug in die fest montierten Führungsschienen einsetzen.
Wie finde ich die richtige Schutzhöhe für meine Kellertür?
Wir empfehlen, die Schutzhöhe mindestens 20 cm über dem höchsten jemals gemessenen Pegelstand zu wählen. Bei Kellerschächten ist oft ein Schutz bis zur Oberkante des Schachtes sinnvoll, um einen „Wasserfall-Effekt“ zu verhindern.
Ist eine Montage auf unebenem Untergrund möglich?
Für eine 100%ige Dichtigkeit muss die Bodenfläche eben und rissfrei sein. Bei sehr unebenen Böden (z. B. altem Beton) empfehlen wir das Einlassen einer flachen Bodenschiene aus Edelstahl, die wir optional mitliefern.